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​                                                                                                            16.2.2018 Neues im Tagebuch
Mein Name ist Rita. Ich bin 56 Jahre alt und lebe in der Innerschweiz. Im Jahr 2001 erhielt ich die Diagnose Amyotrophe-Lateralsklerose (ALS). Dies ist eine unheilbare Nervenkrankheit. Damals wusste ich nichts über diese Krankheit. Also fing ich an im Netz zu stöbern. Was ich da zu Lesen bekam, gefiel mir nicht besonders. Da stand unteranderem, dass die durchschnittliche Lebenserwartung nach Diagnosestellung bei 3 - 5 Jahre liegt. Ich dachte, dass kann doch nicht wahr sein. Ich war doch erst 39 Jahre alt und hatte noch mein halbes Leben vor mir. Ich las aber auch, dass einige wenige ALS-Betroffene einen langsamen Krankheitsverlauf haben. Mittlerweile darf ich mich, nach über 16 Jahren, auch zu dieser Gruppe zählen. Es ist allerdings ein täglicher Kampf und manchmal habe ich die Nase gestrichen voll. Gedanken wie Aufgeben, dem ewigen Kampf ein Ende setzen, kommen schon mal auf. Möglichkeiten hierfür gibt es. Aber nein, ich bin noch nicht bereit ins Ungewisse abzutauchen. Dafür lebe ich immer noch viel zu gerne. Und bisher konnte mir auch noch niemand glaubhaft versichern, dass ich nach meinem Ableben, wieder ein so wunderschönes Paradies finden werde, wie ich es auf dieser Erde gefunden habe.
Es ist nicht leicht, diese Krankheit zu akzeptieren. Es findet ein steter Anpassungsprozess statt. Eine enorme Herausforderung für jeden Betroffenen und deren Angehörige. Jeder ALS - Betroffene durchlebt diese Krankheit auf seine Weise. Mit meiner Homepages möchte ich die Krankheit ALS bekannter machen und der Krankheit ein Gesicht geben. Durch die Niederschrift meiner persönlichen Geschichte, will ich aufzeigen, wie ich und mein Umfeld mit der Krankheit ALS den Alltag bewältigen.
Ich möchte Aufzeigen, dass das Leben mit dieser unheilbaren Krankheit trotzdem lebenswert sein kann.
Ich wünsche euch viel Spass beim Schmökern


Gestutzte Flügel

Du schwerelos tanzender Schmetterling,
mal hier mal dort.
Du hast die Träne in meinem Auge gesehen.
Die Träne die ich weinte, als ich begriff,
dass meine Flügel gestutzt sind.

Annegret Kronenberg
Aktualisiert von Rita im Februar 2018