TGB 2016 / 2

D e z e m b e r
31. Eigendlich wollte ich im alten Jahr gar keinen Beitrag mehr schreiben. Jedoch erreichte mich heute die Nachricht, dass sich am Morgen ein ALS-Familienmitglied von uns verabschieden musste. Walter M, ich bin froh, dass ich dich kennenlernen durfte. Du hast mit deinem Schalk und deiner inneren Zufriedenheit und Gelassenheit, unsere ALS-Ferien im Tessin bereichert.
Ich wünsche dir eine wunderschöne Reise und grüss alle unsere Freunde. Wir, die ALS-Familie, werden heute um 23.00 Uhr zum Himmel schauen und in Gedanken bei euch sein. Ein Prosit auf uns Alle.

30. Ich wünsche Allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

26. Abere Wiesen und grüne Tannen, weit zu den Bergen hinauf. Die Sonne strahlt in voller Pracht vom blauen Himmel herab. Ich glaube, es geht dem Frühling entgegen. Er ist diesmal wohl schneller als das Neue Jahr.

24. Ich wünsche Allen wunderschöne Weihnachten
Dieser besondere Höhepunkt: Weihnachten. Dieses kurze Abtauchen in eine Traumwelt mit viel Licht und Zauber. Die Luft voller Gesang. Irgendwie eine unwirkliche Welt, die uns heraushebt aus dem Alltäglichen, uns etwas erleben lässt wie ein wahr gewordenes Märchen. Unser Leben seit Kindertagen mitgeprägt von Weihnachtsbildern. Es hält etwas von dem fest, was weiter geflüstert wird alle Jahre wieder zur Weihnachtszeit. Nichts geht verloren. Da bleibt für alle Zeiten ein Funke Vertrauen, der uns trägt, eine Prise Glück, die uns leichter macht, ein inspirierender Blick heraus aus unserer Welt in eine andere. Momente der Erinnerung, des Anhaltens, des Staunens, eingebrannt in unser Leben wie kleine unauslöschliche Lichtpunkte.  

(Autor unbekannt)
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Geschmückter Weihnachtsbaum

23. Ich will mich vor Weihnachten doch auch noch kurz melden. Lange hat mich eine Erkältung von grösseren Aktivitäten abgehalten. Ich durfte nur kurz nach Draussen und auch nur, wenn es sich nicht vermeiden lies. So hatte ich ein Treffen mit Personen, welche sich für die Selbstvertretergruppe Uri interessierten. Es hat mich sehr gefreut, dass gleich drei Personen erschienen sind um sich über die Arbeit der Selbstvertretung Uri zu erkundigen. Die Gruppe befindet sich noch im Aufbau und ich suche immer noch Personen, welche mich dabei unterstützen. Da sich meine Stimme immer mehr verabschiedet, werden Treffen, bei denen ich viel erklären und spontan auf Fragen eingehen muss, sehr anstrengend. Es stimmt mich traurig, meine Stimme zu verlieren. Ich habe noch so viel zu sagen, ich will noch so vieles bewegen und habe noch so viele Ideen und Träume. Sicher, ich habe Kommunikationsmittel, welche meine geschriebenen Worte hörbar machen. Dies mag für den normalen Alltag recht sein. Doch für spontane Gespräche oder lange Diskusionen ist dies nichts. Ausser, die Gesprächsteilnehmer haben ellenlang Zeit und eine Engelsgeduld. Ich zumindest hätte diese nicht. Werde mich, wohl oder übel, wieder vermehrt aufs Schreiben konzentrieren müssen.
Am Montagabend habe ich mich gefreut, das Haus verlassen zu müssen. Mein Mann und ich sind mit meinen guten Geistern, sprich Assistentinnen, Essen gegangen. Es war ein gelungener und fröhlicher Abend wie die nachfolgenden Fotos zeigen. Auf solche Aktivitäten freue ich mich immer sehr.

17. In Erinnerung
Auch dieses Jahr musste ich wieder von lieben Menschen abschiednehmen.
So musste ich mich von meinem lieben Vater verabschiedet. Er hat eine grosse Lücke in unserer Grossfamilie hinterlassen.
Auch haben sich wieder einige ALS Betroffene auf ihre Reise begeben. Darunter ganz liebe Freunde von mir.
Auch wenn ich euch vermisse, so bin ich doch froh, dass es euch jetzt gut geht. Ich denke an Euch, wo immer ihr jetzt seit.

10. Wenn es nicht so eiskalt wäre, würde ich denken, der Frühling sei bereits im Anmarsch. Wenn am Morgen mein Stübchen mit warmem Licht erfüllt wird, halte ich es kaum mehr in unserm Häuschen aus und ich muss zu ihr hinaus. Ich mag sie wirklich und vermisse sie, wenn sie sich länger nicht blicken lässt. In letzter Zeit hat sie mich fast täglich besucht und mich ins Freie gelockt. Ich darf mich aber nur kurz bei ihr aufhalten und dann heisst es wieder zurück ins warme Stübchen. Halte ich mich nicht daran, kann es sein, dass ich, wie diese Woche geschehen, mit einer Erkältung rechnen muss. In einem solchen Moment weiss ich was ich zu tun habe und ich halte mich auch daran. Ich weiss, dass ein Schnupfen und geschwollene Lymphknoten meine Atmung beeinflussen. Also werde ich mit VICKS VAPORUB Salbe auf Hals, Brust, Rücken und an den Fusssohlen eingerieben. Ich bekomme einen Schal verpasst und werde mit Wärmeflaschen und Traubenkernkissen ins Bett verfrachtet. Genug früh handeln, verkürzt die Schonfrist. Mit der Sonne zu lächeln war trotzallem wunderschön.

6. Heute ist der offizielle Samichläus Tag. Mir ist der Samichläus jedoch schon am Sonntagnachmittag begegnet. Als Mitglied von procap uri, durfte ich der Chlausfeier beiwohnen. Es war ein unterhaltsamer Nachmittag mit Sagen und Gedichten, mit Musik und Geschichten, mit feinem Essen und interessanten Gesprächen. Zum Abschluss gab es für alle noch einen überdimensionalen Grittibänz auf den Nachhauseweg.
Ich glaube, ich bekomme schon vor Weihnachten, rote, kugelrunde Backen. Ich war nämlich auch gestern Nachmittag wieder am schlemmen. Ich traf mich mit ehemaligen Arbeitskolleginnen zum Kaffee. Eigendlich hatte ich mit höchstens fünf Personen gerechnet. Zu meiner Überraschung waren wir dann zu Neunt. Ich war so überrascht und habe mich so gefreut, dass so viele gekommen sind. Es ist ja eigendlich klar, dass es nicht nur bei einem Kaffee geblieben ist. Wie soll ich das bis Weihnachten nur durchhalten. Ich glaube, ich muss meinen Wunschzettel überarbeiten. Ein, zwei Nummern grössere Hosen bräuchte ich wohl dringender.

3. Liebe Leser meiner Homepage. Ihr habt sicher bemerkt, dass meine HP immer länger braucht, bis sie sich öffnet. Einerseits ist meine HP mittlerweile sehr umfangreich geworden und andererseits ist mein Homepage-Anbieter am erneuern seiner Server. Anfang nächsten Jahres, so wurde mir Heute versichert, sollte die Ladezeit meiner Seite wieder schneller von statten gehen. Wie heisst es doch so schön; Geduld bringt Rosen. Leider war dies noch nie meine Stärke.

Wird mir wohl nicht anderes übrigbleiben und aufs Christkindel zu warten. Unser Häusel ist jedenfalls bereit und aus dem Küchenkastel duftet es herrlich nach den zehn Sorten Güetzli, welche meine Assistentin und ich diese Woche gemacht haben. Meine Arbeit bestand darin, die Güetzli zu probieren. Nicht ganz einfach. Dazu braucht es einen feinen Gaumen und ein feines Näschen.